The Armory Show, New York, 8.-11. März 2018, Piers 92-94

Die Armory Show, eine der wichtigsten Messen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, wurde im vergangenen Jahr komplett überarbeitet. Die Anzahl der Galerien wurde auf 198 aus 31 Ländern reduziert.

Es gab jetzt u.a. Live-Diskussionen mit Künstlern. Es war eine sehr gute Mischung aus internationalen, aufstrebenden und Blue-Chip-Galerien.

Digital Arts

Es wurde eine Reihe von digitalen Kunst- und Video Produktionen gezeigt, sowohl ältere- als auch aktuelle Werke. Nam June Paik zeigte eine Fernsehskulptur aus dem Jahr 2005 mit Löwen und Mercedes. Ein weiterer koreanischer Videokünstler, Hyun-Ki Park war mit einer Installation von Fernsehern zu sehen, die sich zwischen Felsbrocken und Fotografien befindet. Rafael Lozano-Hemmer verwendet  Sensoren und eine Gesichtserkennungssoftware um eine Vielzahl von interaktiven Effekten zu kreieren.

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Malerei ist auf Kunstmessen immer in großem Umfang vertreten. Das Feld war in diesem Jahr stark vertreten z.B. mit kleinformatigen Objekten von Kehinde Wileys mit dem erstem Porträt nach dem Gemälde des ehemaligen Präsidenten Barack Obama oder Tabita Rezaires wilde Installation „Exotic Trade“

Eine Newcomerin in New York war die norwegische Malerin Vanessa Baird. Ihre dunklen, erotischen, manchmal heftigen Pastelle, die in schriftrollenähnlichen Streifen aufgehängt sind,  waren eine ausgezeichnete Präsentation für die Künstlerin. Pieter Vermeersch, ein belgischer Maler, verband Farbe und Oberfläche virtuos mit großen Leinwänden, die auf bemalten Wänden mit leicht verblassenden Kanten und Farbverläufen aufgehängt waren.

Bemerkenswert war ebenfalls Li Yuan-Chia, ein konzeptueller Künstler und abstrakter Maler,  und Huang Rui, dessen tiefrote geometrische Leinwände zu sehen waren.

Mary Corse zeigte Werke mit glitzernder Autobahnfarbe. Claire Tabourets militärisch-graugrüne Gemälde zeigte Frauen die Gasmasken tragen.

In der Taxi-Auffahrt vor dem Pier 94 hat der französische Künstler JR riesige Figuren aus historischen Fotografien von Einwanderern geschaffen, die in Ellis Island ankommen. Ihre Gesichter wurden digital durch die Gesichter syrischer Flüchtlinge ersetzt.

Der Designer Nacho Carbonell arbeitete an ausdrucksstarken Lichtskulpturen. Sein Atelier ist bereits mit biomorphen Objekten bevölkert, die beleuchteten Büschen und Bäumen ähneln.

Tara Donovan ist bekannt für großformatige Installationen von Alltagsgegenständen. Hier hatte sie durchsichtige Plastikröhren in einer installiert, die mit Farben von nahe gelegenen Kunstwerken und Umgebungsbeleuchtung eingefärbt werden.